Feststellungen

KoWi, Mäuse und Brotaufstrich

Thomas 28. Februar 2008

Ich suche noch dringend Freiwillige, bzw. genau einen Freiwilligen, der für mich meine Nebenfachprüfung ablegt! Irgendjemand? Ah, da seh’ ich eine Meldung! Hm…wohl geirrt. Die zwei Millionen für einen Haufen Hundekot auf nem Bürgersteig kann man nebenan bieten. Was heutzutage so alles als Kunst gilt, unglaublich! Ach es ist doch einfach zum Mäusemelken. Oder doch eher zum Mäuse-Melken? Würde es dann eigentlich Maus-Molke heißen? Und würden dann im Maus-Molkerei-Fachbetrieb auch ausgebildete Maus-Molkerei-Produkte-Fachverkäuferinnen arbeiten? Wäre zumindest anzunehmen! Und warum schreibt man denn Fachverkäuferin ohne Bindestrich? Hm, vielleicht doch mit: Fach-Verkäuferin. Dann gäb’s konsequenter Weise auch den Haselnuss-Brot-Aufstrich. Zum Glück gibt es Nutella, denn sonst könnten viele Kinder heutzutage diesen Brot-Auf-Strich gar nicht aussprechen und müssten hungern. Wobei Brot-Auf-Strich eher nach dem Stullen-Andi klingt, der auf dem Kiez den leicht bekleideten (oder leichtbekleideten bzw. leicht-bekleideten?) Damen ein Brot schmiert. Und wenn man nicht aufpasst wird aus Brot-Auf-Strich dann noch Brot-Auf-Schlüpfer und das wäre ja huiuiui. Da aber SchokoMac viel besser schmeckt, wäre dessen Plural interessant. Sind es dann SchokoMacs? Die essbare Variante des iMac! Vielleicht aber auch SchokoMekka, wobei man da ja aufpassen muss, dass man sich da nicht auf politisch un-einwandfreies Terrain begibt. Ja wie lautet denn nun der Plural?! Schatz, hol’ doch schon mal das Gebets-Brötchen raus, es gibt SchokoMekka!

Hamburg gerockt, London revisited.

Thomas 20. Januar 2008

Liebe Lesergemeinde, wo soll ich nur Anfangen. Der Titel sagt alles, das Bild noch viel mehr. Nach einem sehr schönen Senioren-Silvester-Tanzmarathon mit DJ Biereichel in Hamburg konnte das Jahr eigentlich nur gut beginnen. Getreu dem neuen Motto durfte es in Hamburg auch schon etwas mehr sein. Treffen der Generationen sag ich nur: Tennisduell, mein Bruder gegen mich! Klassisches Unentschieden, konditionell beeindruckend und vor allem technisch galant. Grazil, wie eine Gazelle, schwebten wir über dem Centre Court. Naja, wir hatten nicht so graue Rüssel, wie diese komischen Gazellen aus der RTL 2 Reportage…wobei. Robbenmützen. Tausendfünfhundertmillionen Robbenmützen! Die haben keinen Knopf in der Tasche, aber mit sowas machen die die fetten Scheine! Ha, so siehts nämlich aus!…Aber dann wurde die Schlagzahl erhöht und es ging nach jolly old London! Und da wurde nicht nur irgendwas gemacht, sondern ungefähr tausendfünfhundertmillionen Mal der Abercrombie aufgesucht, nur um die Thekenschlampen Bedienungen zu begeifern bestaunen. Und dann wurde das schier Unmögliche geleistet. Eine neue Yellow Card – and your Yellow Card will save you! Das hat sie auch…nach dem Pflichtbesuch im Rocket und einem derben Asphaltkuss beim Huckepackrennen mit Indern bleiben keine Fragen mehr offen. Wieder ein Mal hat sich gezeigt, wie grandios dieses beschauliche Städchen ist und wir haben mit Sicherheit eine knapp dreistellige Anzahl (nein, keine tausendfünfhundertmillionen) an potentiellen Appartements gefunden, in denen man wirklich dringend wohnen müsste, wenn man denn in London wäre und so viel Geld hätte. Es lebe der Konjunktiv! Gesetz dem Fall ich hätte noch Lust weiterzuschreiben, würde ich das sicher tun. Hab ich aber nicht! Ha! Whooooo’s ya daddy Konjunktiv? Wahrscheinlich der Indikativ, oder die Kelly Family, denn die ist ja eh statistisch mit fast jedem verwandt…Amen.

Blühende Landschaften…

Thomas 18. November 2007

…und große Stimmung gab es am gestrigen Abend! Ich hatte die Ehre beim zehnjährigen Jubiläum der Funkengarde Schmorkau dabei zu sein. Ja tatsache, ich mache etwas, das mit Karneval im entferntesten Sinne zu tun hat – aber zum Glück ging es dabei um den Verein und nicht um Karneval…puh. Aber der wesentlich spannendere Aspekt dieses Ausflugs war: Was ist Schmorkau? Ist es eine Krankheit (“Oh mein Gott, ich habe Schmorkau!”)? Oder kann man es essen (“Mmh lecker, Schmorkaubraten!”)? Nein, weit gefehlt. Schmorkau ist tatsächlich ein “Städtchen” weit vor den Toren Dresdens. Ich hatte eigentlich befürchtet, dass man, wenn man aus Schmorkau auf der anderen Seite wieder raus fährt, samt Auto vom Ende der Weltscheibe runterfällt. Daher hab’ ich das auch nicht ausprobiert.Aber eben dieses beschauliche Örtchen hat eine lange Karnevalstradition und daher die durchaus in mehrerer Hinsicht ansprechende Funkengarde. Gerockt wurde nicht irgendwo, sondern im Szene-Treff Restaurant – Pension – Discothek “Zum Fuchsbau”! Für 550 Einwohner ein sogar richtig gut ausgestatteter Club; da kann man wirklich nix sagen! Und es wurde nicht nur durch die Garde vorgetanzt, sondern auch meine Wenigkeit wurde genötigt das frisch gebohnerte Tanzparkett unsicher zu machen und einen extrem flotten Discofox hinzulegen. Das war schon…huiuiui sag ich mal! Naja, nix gebrochen. Aber mittlerweile bin ich wieder in meinem Revier im Süden Dresdens angekommen und hier ists doch auch schön! Hiermit geht ein Dank an die Funkengarde, meine lieben Freunde, die mir diesen Kulturausflug ermöglicht haben und an Schmorkau: Danke, dass es Dich gibt!Now leaving Las VegasSchmorkau…
schmorkau

IBM und das Ende der Welt!

Thomas 21. September 2007

Nun sind doch tatsächlich schon fast wieder drei Monate vorbei. Drei Monate, gefüllt durch ansprechende
Tagesunterhaltung, Ausflüge, lustige Kollegen und Arbeit. Erwähnte ich schon Arbeit? Oh, hab ich wohl Arbeit vergessen. Für alle, die es nicht glauben: Arbeit war auch dabei! Und zwar interessante und abwechslungsreiche Projektarbeit für verschiedene DB2 Performance Monitoring Tools von IBM. Nächste Woche ist bereits meine letzte hier in Böblingen und Stuttgart, dann geht es zurück ins Studentenleben. Wer mich kennt weiß ja, dass ich von zu viel Arbeit nichts halte und daher bin ich froh, dass ich noch über ein Jahr Schonfrist erhalte, bis man mich auf den Arbeitsmarkt wirft (es sei denn, ich finde bis dahin noch einen Weg das zu umgehen). Insgesamt blicke ich auf wirklich drei sehr schöne und lehrreiche Monate bei IBM zurück, abgeschlossen durch das Hauptabteilungsevent am gestrigen Donnerstag, bei dem wir nach Esslingen fuhren, um dort die älteste Sektkellerei Deutschlands (inklusive Verkostung natürlich) und die Mittelalterliche Fachwerk-Innenstadt zu besichtigen. Zu guter Letzt gab es noch ein Essen, welches leider, bedingt durch meine Menüwahl, nicht sonderlich groß ausfiel (Flammkuchen mit Lachs und Lauch…mmmhhh…lecker, aber viel zu klein!), daher musste noch nachgeordert werden. Gesagt, getan. Und so konnte man sich kulturell erleuchtet, satt und nicht mehr durstig auf den Heimweg machen.
An dieser Stelle, auch wenn ich mein Zeugnis noch nicht habe, sei ein herzlicher Dank an meinen Betreuer Dirk und meinen quasi Betreuer Mathias für das lustige und Wortgefecht-reiche Zusammenarbeiten, sowie an meine alten und neuen Studi-kollegen für die mordsmäßige Gaudi! Und natürlich an Ilona für die Schoki und an Stephan für die reizvolle Projektaufgabe und die Lebensweißheiten.

Unter die Kategorie der Kuriositäten meines Praktikums fällt Lotus Notes, das mir neulich mit der Verkündigung des Endes der Welt (siehe Bild) auffiel. Dankenswerter Weise warnt es rechtzeitig, dass nur noch drei Monate dieses Lebens kommen werden, sodass ich bereits mein Testament machen konnte und alle ein letztes Mal in den Arm nehmen konnte. Danke Lotus. Allerdings habe ich mich noch nicht getraut auf “Preview” zu klicken, denn das könnte durchaus übel enden. Über einen genauen Termin hat sich Notes leider ausgeschwiegen, aber ihr da draußen seid gewarnt! Kauft Gasmasken, baut Atombunker und lebt, als wenn es euer letzter Tag wäre! Naja, dann eben nur noch drei Monate Dresden demnächst, denn danach geht die Welt eh unter…hurra.

Fahrlässige Verunglimpfung

Thomas 17. Mai 2006

Am vergangenen Wochenende taten sich diesmal nicht nur vor mit, sondern auch vor meinem lieben Besuch aus der Heimat, große Abgründe in puncto Kleidungsstil und Benehmen in der Öffentlichkeit auf. Das mag jetzt vielleicht dekandent klingen, aber dies hat aus gewissen Sichtweisen auch seine Berechtigung. Dresden ist eine schöne Stadt, die tagtäglich von Menschenmassen aus aller Herren Ländern heimgesucht wird. Dabei hat so jeder Tourist seine ganz besonderen Merkmale: Asiaten haben den klassischen “Fotofinger”, Amerikaner können aus Prinzip keine Fremdsprachen, Engländer haben immer Sonnenbrand, etc. Diese Liste ist unendlich. Aber warum müssen es gerade die Deutschen sein, die es nicht schaffen ein Bisschen gesittet durch die Stadt zu laufen?

Ganz beliebt ist nach wie vor die Kombination der Sandalen oder neuer: Trekking-Sandalen mit zeitlos klassischen Socken. Ganz beliebt ist auch der Neustädter Stil mit Ringelsocken, in denen jeder einzelne Zeh sperat verstaut wird. In Kombination mit Sandalen eine unheimlich erotisierende Kombination, die selbst den hartgesottensten Frigidibus aus dessen Sandalen hauen wird. Glücklicher Weise hat sich der Trend der zu kurz geratenen Jeansreste auf der Hüfte bei den beleibteren Herren doch gelegt. Nimmt man einmal Abstand von der Kleidung, bietet sich in Dresden die wunderbare Gelegenheit das Deutsche “Schlange-Steh-Verhalten” genauer unter die Lupe zu nehmen. Dank der Wiedereröffnung der Frauenkirche kann dies bestens beobachtet werden. Sollten sich fünf Minuten ergeben, bei denen die Schlange der Touristen nicht 500 Meter lang ist, strömen die Deutschen mit Vorliebe von allen Seiten drängelnd, schubsend und nach ihrem Anhang brüllend an den Eingang. Der Schwächste muss zurückbleiben, schließlich ist die Mission das Ziel. Aber genug der Worte für heute, sonst verfalle ich in eine Identitätskrise.

Fazit: Die Welt zu Gast bei drängelnden Einzel-Zeh-Socken-Sandalen. Dieses Wort steht ab morgen im Duden und ist im gut sortierten Fachworthandel erhältlich.

Sonnengereifte Tomaten, oder: Nur keine Experimente

Thomas 5. Mai 2006

Echte Konsum-Tomaten

Echte Konsum-Tomaten

Nun ist es wieder soweit, ein neuer Post erblickt das Licht der Welt. Ich habe neulich Tomaten gekauft und zwar nicht bei meinem Lieblingssupermarkt “Konsum” (ja dieser heißt wirklich so), sondern beim Gemüse-Vietnamesen um die Ecke. Im Allgemeinen ist ja gegen solche Gemüsehändler nichts zu sagen, aber diese Tomaten haben mich doch eher minder begeistert. Sie werden schnell sehr weich, schmecken nach einem Hauch von Tomate an Luft und sind selbst durch massives Traktieren mit Gewürzsalz nicht zu einem aussagekräftigen Buket zu bewegen.

Seit der Besitzer dieses Gemüsestandes gewechselt hat, hatte ich dort nichts mehr gekauft. Ich bin der FELSENfesten Überzeugung, dass die neuen Gemüse-Vietnamesen fester Bestandteil der dresdner Lobby der vietnamesischen Obst- und Gemüse-Mafia sind. Und eben diese Mafia scheint nicht in der Lage zu sein ordentliche Tomaten, geschweige denn Radieschen (oh Gott) anzubieten.
Da bleib’ ich doch meinem überteuerten Konsum ein treuer Tomaten- und Radieschenkunde.

Fazit: Sie lauern überall! Und: keine Experimente (mit Tomaten oder Radieschen)!