London/ERASMUS

Der COALA lebt!

Thomas 19. Februar 2009

logo_coalaTotgesagte leben länger – naja, ganz so dramatisch ist es nun auch nicht. Aufmerksame Verfolger meiner Person bei Twitter wissen es bereits: Basierend auf den Ergebnissen meiner MSc-Arbeit, besser bekannt als Belegarbeit in Dresden, dem sog. COALA-Projekt, ist ein neues Paper entstanden. Dieses Paper über Argumentationsschemata und gemeinschaftliches Problemlösen wurde von meinem ehemaligen Betreuer am University College London für die CSCL ’09 eingereicht und mit vielen netten Kommentaren auch akzeptiert! Hurra, meine zweite Veröffentlichung – durchschnittliches Ranking 4,3 von 5 Punkten. Wer Interesse hat sich die neun Seiten durchzulesen, findet das Paper auf den COALA-Projektseiten.

Thomas, Sie sind dabei!

Thomas 4. Mai 2007

Nein, nicht “Der Preis ist heiß”, aber wahnsinnig freuen tu’ ich mich trotzdem! Und zwar wurde tatsächlich meine Projektarbeit am UCL als Beitrag zur European Conference on Cognitive Science zugelassen! Von den 47 Einsendungen im Bereich der Long Papers wurden nur 23 akzeptiert und umso begeisterter bin ich natürlich, dass ich mit meinem Tutor zu denjenigen gehöre, die akzeptiert wurden. Das von uns eingereichte Paper basiert auf meinem Prototypen einer kollaborativen Lern- und Argumentationsumgebung, und hat daher natürlich keinen Status einer vollends ausgereiften Software, auch wenn das Programm mit den vorhandenen Funktionen stabil läuft. Unter anderem wurden folgende persönliche Reviews zu dem Artikel abgegeben:

Although there seems to be a bit left before there is a fully functional tool I just hope you will succeed as this kind of tool is useful in many areas of work environment. Looking forward to a clearer desciption of the evaluation process.

A well-written paper easy to read and convincing. The evaluation is left outside presumably due to space constraints. The authors should explain it in detail in the final paper.

Nun habe ich die Aufgabe, zusammen mit meinem Tutor, bis zum 11. Juni eine acht-seitige Version des Papers zu erarbeiten, um diese dann als finalen Konferenzbeitrag einzureichen. Für alle Interessierten ist hier aber schon mal unsere zugelassene Kurzversion des Papers zu finden:
Design of argument diagramming for case-based group learning

The Vagina Monologues

Thomas 14. März 2007

Oder auch “Be my clitoris!”. Unter diesem feucht-fröhlichen Motto war es mir am gestrigen Dienstag Abend vergönnt mit einigen Mitbewohnern und Freunden die gleichnamige Aufführung der UCL Drama Society zu genießen. Das Theaterstück, welches 1996 erstmals gezeigt wurde, handelt von Mitschnitten aus Interviews von Frauen, die über ihr “bestes Stück” sprechen. Dabei kommt der Humor natürlich nicht zu kurz! Gerade als Mann kann man doch einiges Lernen – vor allem, dass die weibliche Vagina einen dauerhaften “Schokoladenhunger” zu haben scheint. Wenn sie zwei Worte sagen könnte, dann wären das unter anderem “slow down!”, “come in”, “stay out” oder “get faster!”. Und wenn sie etwas anziehen könnte, dann wären das “Highheels”, “eine alte Jeans”, “etwas Wetterfestes” oder “ein Lederkostüm mit Federboa” – was man davon zu halten hat, bleibt jedem selbst zu überlassen. Wie ein weiser Mann einst sagte: “Wo Licht ist, ist auch Schatten” und somit war nicht alles so oberflächlich lustig. Es wurden auch sehr emotionale und tiefgründige Monologe von in Bosnien vergewaltigten oder im Irak misshandelten Frauen vorgetragen. Somit wurde man doch sehr schnell von schallendem Lachen auf den Boden der Realität zurückgeholt und der Abend war gelungene Mischung aus Humor und trauriger Realität. Das Beste gab es natürlich in der Pause, in der für 50 Pence Cookies und Saft angeboten wurden. Cookies? Normale Cookies? Nein, natürlich Vagina-Cookies! Na denn mal ‘nen guten Appetit!

Roadtrippin’ to Cambridge

Thomas 4. März 2007

Endlich war es wieder so weit, ein Ausflug stand auf dem Programm. Voller Erwartungen und Vorfreude war es uns (Christine, Patrick, Katrin und meiner selbst v.l.n.r.) vergönnt, am Samstag Morgen in aller Herrgottsfrühe aufzustehen, um uns im allseits beliebten National Express Überlandbus auf die Reise ins Mekka der Universitäten zu machen, nach Cambridge. Wenn man aus London, von der Top 25 Uni der Welt, nach Cambridge, der Top 2 in der Welt, kommt, wird einem doch recht schnell klar, dass das eigene Leben verschwindend wertlos, im Gegensatz zur kommenden Bildungselite aus dem kleinen Nest nördlich von London, erscheint. Es erinnert vom Gesamtbild her etwas an Heidelberg. Also viel Uni, viele Studenten, noch mehr Touristen und eine kleine, etwas verschlafen wirkende, Stadt. Spätestens nach der 40-minütigen Punting-Boat-Tour (oder auch “Stocherkahn”) mit einem mehr oder minder erfahrenen Tour Guide (a.k.a. Student) wurde allseits beschlossen, dass man sich doch nach dem Abschluss an der Deutschen Uni DRINGEND wieder hier treffen müsse, um einen Master zu machen. Leider wurde das Dilemma schnell deutlich, denn in der Accomodation, in der die Zimmer nach Leistung vergeben werden, sind nur zwei Fenster direkt über dem Fluss, und somit ist nur Platz für zwei von uns vier Hochleistungsstudenten. Naja, wer zu erst kommt, malt zu erst und da ich hoffentlich vor meinen geschätzten Jura-Freunden da bin, sitze ich dann da…naja, mal sehen, was sich machen lässt. Die Bilder zu diesem Post zeigen die eindrucksvolle Kulisse der Universitäten, beginnend mit dem Innenhof des Trinity Colleges, dem besten der 32 Colleges in Cambrige, gefolgt von der Seitenansicht des St. John’s Colleges, dem zweitbesten am Orte, und dessen Studentenunterkunft. Aber wer gibt sich schon mit dem Zweitbesten zufrieden, wenn man auch das Beste haben kann…? Also guys, see you soon!
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Out of the shower to Bath

Thomas 5. Februar 2007

Unglaublich, aber wahr! Ich habe mich bewegt! Und zwar mit einer Fraktion teils mehr, teils minder verrückter Juristen in das beschauliche Städchen Bath im Westen von London. Am Sonntagmorgen hieß es um sechs Uhr aufstehen und unter die (mal wieder nicht wirklich warme) Dusche springen, um sich dann bei drei Stunden weniger bequemer Busfahrt schon auf den Touri-Ausflug einzustimmen. Höhepunkt der Hinfahrt war noch, dass der Busfahrer uns einfach das Onboard-Entertainment-System abgedreht hat und wir nicht mal Friends gucken konnten. Die Sau. Dort angekommen wurde erst ein Mal die Innenstadt besichtigt, um dann auf einen Hügel zu klettern und das dortige Royal Crescent No. 1 unter die Lupe zu nehmen. Ein sehr schickes Halbrund überteuerter Wohnungen mit adretter Hanglage und hauseigenem Park.
Danach ging es direkt weiter zu einem sehr sehenswerten Kreisverkehr, dessen Name mir leider wieder entfallen ist. Es standen jedenfalls drei Bäume in der Mitte.
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Anschließend haben Martina, Laura, Katrin und ich wunderbares (im Preis-Leistungs-Verhältnis gesehen) Pub-Food genossen und es wurde frisch gestärkt zur Abbey of Bath und zu den römischen Thermen, den eigentlichen Highlights Baths gepilgert. Nach fröhlich frischen (naja, anfangs) 60 bis 90 Minuten mit einem Audioguide in Form einer tragbaren Telefonzelle wussten wir dann alles über die römischen Thermen zu Ehren der Göttin Minerva. Doch ich schätze, dass das Meiste dieses Wissens das gleiche Schicksal wie den Kreisverkehr ereilen wird – wenn auch die Thermen nur in Bruchteilen so interessant waren wie der Kreisverkehr. Ja doch, es waren glaub wirklich drei Bäume und überall haben Autos geparkt.
Anschließend wurde beschlossen, dass wir Bath fast ganz gesehen haben und wir steuerten Sally Lunn’s an, ein famoses Kaffeehaus, das halbe Butterbrötchen mit Wahlglasur verkauft. Die waren wirklich gut, abgesehen davon, dass man nach einem dieser Leckerbissen wohl fünf Stunden auf einem Crosstrainer verbringen müsste, um das wieder loszuwerden. Ich hab ja keines gegessen, da ja auf meine Figur achten muss. Ein ausgedehnter Spaziergang sollte allerdings die Kalorien auch wieder verbrennen und dann war es ja auch schon wieder Zeit für die Heimreise. Ach, so ein Tag, der vergeht aber auch wie im Flug. Der Abschied von Bath wurde noch trauriger, als es sich herausstellte, dass unser Bus voll belegt ist und man keinen Anspruch auf zwei Sitze pro Person geltend machen kann. Na toll.
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To row or not to row

Thomas 17. Dezember 2006

that’s the question! Man mag es kaum glauben, aber ja, ich treibe ab und an doch aktiv Sport! Unerschrocken von Witterung, Kosten und Uhrzeit zieht es mich und vier andere jeden Dienstag in aller Herrgottsfrühe nach Castelnau (nein, es liegt nicht im Hunsrück) um dort am Barn Elms Boathouse einen Ruderkurs zu belegen. Ursprünglich für acht Personen geplant, wurden wir leider von unseren irakischen Freunden unter anderem uhrzeitbedingt in Stich gelassen – acht Uhr aufstehen, reiner Selbstmord sozusagen (na Wortwitz verstanden?)! Okay, politically maybe incorrect – aber der fährt ja eh nicht mehr mit! Da könnt ich grad in die Luft gehen (ach, ich könnt mich sogar totlachen)! Jedenfalls haben wir jetzt nach zwei Trainingsstunden im sogenannten “Tank” genug technische Grundlagen geschaffen, um direkt die Themse unsicher zu machen. Beim ersten Rudern auf der Themse, vergangene Woche, haben wir uns gleich mal ein Rennen mit zwei Oxford-Achtern geliefert. Ich sach euch, die können nix, die alten Haubentaucher! Diese Woche haben wir die Jungs mal trainieren lassen, damit die nicht wieder gegen uns versagen. Zum Glück gab’s vergangenen Dienstag endlich auch gutes Wetter (gibt’s in London nämlich auch manchmal) und so konnten wir bei bestem Sonnenschein drauf los rudern. Jens und ich hatten das Vergnügen einen Zweier unser Eigen nennen zu dürfen. Die anderen drei bewegten einen Vierer inklusive Schlagmann in Form von Doug(?), dem definitiv coolsten Rudertrainer der Welt! Ich sag nur “At that rowing club, they have really cool parties! I mean, you guys may know cool student parties, but they have REALLY REALLY cool parties – and I know what I’m talking about!” Eine richtige Partysau, unser Oberhoschi von Doug!

UCL Impressions

Thomas 23. November 2006

Lange ist der letzte Blogeintrag schon her, aber ich lebe wider aller Erwartungen trotzdem noch. In der letzen Zeit ist hier wenig Spektakuläres passiert, dafür steht heute abend allerdings eine größere Feierei an. Ich glaube spätestens morgen wird mein Projektbetreuer einen schlechten Eindruck von mir haben, wenn ich dann etwas lädiert bei ihm im Büro auftauche. Wobei das Projekt derzeit wirklich gut läuft und ich hier hoffentlich bald einen ersten Testlauf veranstalten kann! Aber weitere Details dazu dann zum gegebenen Augenblick. Ich habe mich heute dank meines freien Tages mit meiner Kamera in die Uni bewegt und ein paar Eindrücke unseres doch recht imposanten Hauptgebäudes festgehalten (Bild 1). Dort wurden angeblich sogar Teile aus Gladiator gedreht. Man höre und staune. Bild zwei ist ein schöner Üblick über den Innenhof vor dem Hauptgebäude. Bei entsprechenden Temperaturen sicher nett da. Bild drei zeigt die Front des ehemaligen Hauptgebäudes, dem sogenannten “Cruciform Buildings” – wie der Name schon ahnen lässt, hat das Gebäude die Form eines großen “X” aus der Vogelperspektive. Und schlussendlich ist auf Bild vier die Front des “Malet Place Engineering Buildings” zu erkennen, in dem sich u.a. auch das Computer Science Department befindet. Dieses ist allerdings jetzt schon wieder zu klein. Irgendwie beruhigend zu wissen, dass nicht nur die TU Dresden es schafft Neubauten direkt zu klein zu konzipieren. Die Lösung für das Platzproblem ist wie immer einfach: Da werden kurzerhand einfach Student Common Rooms abgeschafft und dort neue Büros etabliert. So weit hat Dresden natürlich schon gedacht – es gibt einfach keine Aufenthaltsräume…ach es ist herrlich.




Erste Woche Vorlesungen

Thomas 7. Oktober 2006

Nun ist sie vorbei, die erste Woche Uni in London. Laut aktuellem The Times World Ranking hat es die UCL leider nur auf Platz 25 geschafft, aber immer noch Welten besser als die beste deutsche Uni (Heidelberg) mit Platz 58. Nun ja, landesweit sind wir (ja, die UCL ist eine große Familie) immerhin auf Platz 5 und bei Computer Science auf Platz 4. Wobei es hier auf der Insel ja wohl nicht so viele Unis geben dürfte. Genug des Lobes auf diese heiligen Hallen. Mittlerweile hat sich mein Stundenplan also entwickelt und ich weiß jetzt, was ich diesen Term alles belege. Für alle die es interessiert (so viele werden es sicher nicht sein) hier eine kleine Liste:



- Software Engineering/Human-Computer-Interaction
- People and Security
- Advanced Analysis and Design
- Academic Writing for non-native Speakers

Und mein bereits jetzt geliebtes Individual Project:

- Prototype of a learning environment with chat and argumentation diagramming capabilities

Ich hoffe, dass ich näherer Zukunft ein paar Bilder der Uni online stellen kann, da diese wirklich sehenswert ist. Das beste ist natürlich, dass hier auch kurz vor meiner Ankunft der Department-Neubau fertiggestellt wurde und ich somit auch in einer neuen Fakultät mein Unwesen treiben kann. Die Fakultät in Dresden ist allerdings etwas schicker als diese hier – vor allem das dominante Grün und die Space-Knubbel im Eingangsbereich fehlen hier doch sehr! Auf dem Bild ist übrigens ein Lesesaal der UCL-Zentralbibliothek zu sehen. Hier sind die Bibliotheken noch in gut englischem Stil (oder einfach alt und rustikal) erhalten.

London Impressions

Thomas 26. September 2006

Da ich heute ausnahmsweise mal nicht in einem Pub oder einem Club war, konnte ich zusammen mit meinem Kommilitonen Jens ein wenig London erkunden. Somit gibt es hier – neben den fünf Bildern dieses Beitrags – auch ein neues Headerfoto. Abgebildet ist der Herrschaftszeiten-es-ist-doch-nur-ne-Kreuzung Picadilly Circus im Herzen Londons. Einen obligatorischen Besuch im Apple Store an der Regent Street konnte ich mir natürlich nicht verkneifen, obwohl dieser derzeit leider umgebaut wird. Nichtsdestotrotz sind die Apple Retail Stores sehr sehenswert! Interessanter Weise wurde ich gleich gefragt, ob die Fotos denn “professional” wären. Auf meine Antwort, dass ich nur ein Mac-Fan sei, bekam ich mit einem netten Lächeln nur zu hören “We haven’t got Fans – just happy Customers”…



Tschö Wiesbaden – Hallo London!

Thomas 19. September 2006

Zack-Bumm! Schon bin ich in London gelandet und habe mein zentral gelegenes Luxusappartement bezogen. Es ist nicht so schlimm wie befürchtet, abgesehen davon, dass die Flure, Toiletten und Küche einer sehr in die Jahre gekommenen Sauna gleichen, was Temperatur, Luft und Raumgefühl angeht. Das Zimmer an sich ist hingegen okay, jedoch reichlich Gelb. Naja, ich wollte schon immer ein gelbes Zimmer…mit Sicherheit. Zur Uni ist es wirklich nicht gerade weit und einen Tesco-Supermarkt hab ich zum Glück auch um die Ecke.

Das beste jedoch ist, dass die Firma auf der anderen Straßenseite ein ungeschütztes WLAN hat, was bis aufs Fensterbrett meiner Wohnung reicht. Somit kann ich die ersten Tage ohne Uni-Lan auch so überbrücken und meine Außenwelt mit Blogeinträgen erquicken. Morgen versuche ich mich dann an einer Weltreise zum Asda, einem englischen Wal-Mart-Pendant. Wenn dat man jut jeht…

PS: Ich habe mir heute auch eine englische Handynummer besorgt. Da ich diese hier nicht öffentlich präsentieren will, sei nur darauf hingewiesen, dass ich jene gern auf persönliche Nachfrage preisgebe (allerdings nur unter der Voraussetzung, dass ich unheimlich viele unheimlich nette SMS erhalte)

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