20 vor zwölf – Krise, nein danke!

Thomas 15. Januar 2012

Tja, nun ist es auch schon den einen oder anderen Tag vorbei, das gute alte Jahr 2011. Rückblickend muss ich sagen, huiuiuiuiui…da war schon die eine oder andere Wendung drin. Auch wenn mein Jahresmotto natürlich immer gesellschaftliche Tragweite hat, so hat es doch im Wesentlichen persönlichen Bezug. Aus gesellschaftlicher Sicht hat sich natürlich auch einiges Bewegt und neues begonnen. Der gute Herr Wulff hat sich beispielsweise dazu bewegt uns mit seinen tröpfchenweisen Aussagen und Androhungen der Presse gegenüber eine Presseecho zu bescheren, dass mir bereits blutende Ohren geschenkt hat – schönen Dank auch, liebe Aufreger der Nation. Beschäftigt euch mal mit was Wichtigem. Arbeit ist beispielsweise noch immer in der Gesellschaft verankert – Das ist ein wirkliches Problem! Da hat es die Piratenpartei nach dem Sensationserfolg besser vorgemacht. Von der Randgruppe zur Unwählbarkeit in einem Wahlgang. Bedingungsloses Grundeinkommen. Genau, und ich bin der Weihnachtsmann.
Neu begonnen hat im vergangenen Jahr auch die Tragweite der europäischen Schuldenkrise. Somit hat sich netterweise auch die Troika zur Prüfung der griechischen Sparpläne bewegt. Immer nach Griechenland, schön für lau Souflaki essen (Moussaka ist ja meist aus – zumindest bei Nikos Taverne) und dann feststellen, dass auch der Besuch wieder nur Geld und Zeit gekostet hat.
Aber habe ich mich auch bewegt? JA sicher! Mein Leben wurde seit einem Abteilungswechsel, in der ich bis heute nicht gearbeitet habe, durch Zeit im Flugzeug von und nach Hamburg geprägt. Diese Zeiten wurden durch nette Verspätungen ergänzt, wobei diese dank FTL Status endlich mit Würstchen und Kartoffelsalat in der Lounge aufgebessert werden. Somit habe ich mit Abteilungswechsel direkt etwas neues angefangen und mit bewegt – hurra! Das tolle daran ist, dass mein Projekt in Hamburg *räusper* Wedel dieses Jahr auslaufen wird und ich somit wieder etwas neues beginnen werde. Nämlich meine Arbeit in der Abteilung, in der ich zwar arbeite, aber irgendwie doch nicht. Schau mer mal…

Bewegt hab ich zusätzlich auch sehr oft meine Hand zum Mund im Büro. Ich habe im vergangenen Jahr während der Arbeit ca. 69 Pralinen (auch inkl. Celebrations), 36 Kekse verschiedenster Größe, 30 Erdnüsse, 13,5 Kuchenstücke, neun Kugeln Eis, sechs Stück Schokolade, drei Hanuta und ein Twix gegessen.

Klingt eigentlich überschaubar. Wobei ich eingestehe, dass insbesondere bei der Schokolade durchaus Abweichungen möglich sind. Ich bin aber insgesamt von meinem Prinzip “Alles probieren, was es in der Küche so gibt” abgekommen und habe mir dadurch sicher einige Ausreißer nach oben in der Statistik erspart. Somit ein voller Erfolg, etwas Neues zu wagen und dadurch der allgemeinen Verfettung zumindest subjektiv entgegenzuwirken. Gemerkt habe ich davon leider nichts auf der Waage…

Hinzu kommt noch ein statistisch gesehen bescheidenes Golfjahr. Mal wieder. 62 Bogey, 30 Double Bogey, 19 Par, 16 (!!) Doppelpaar oder mehr, 16 Tripel Bogey, 1 Birdie. Gähn, grauenhaft. Das macht mir irgendwie Angst, aber die Saison geht ja erst wieder los. Außerdem muss man ja heutzutage schon froh sein, bei der ganzen gefühlten Krise und der angekündigten Rezession noch Golf spielen zu können und dürfen (macht ja sicher auch ganz viel CO2 so ein Golfplatz).

So, und wo stehen wir und ich und du nun? Meine Bewegerei geht noch weiter, die Krise wohl auch. Hoffentlich hört wenigstens das mit Herrn Wulff bald auf. Naja, da ich nicht vor habe mich von der Krise in meinem (Konsum-)Verhalten einschüchtern zu lassen, die Krise aber doch irgendwie noch immer über uns allen schwebt, wie ein Geist von der dunklen Seite der Macht (nein, er ist nicht unser Vater, Luke) und es somit kurz vor knapp ist, lautet das neue Motto für 2012: 20 vor zwölf – Krise, nein danke! Freunde, haltet zusammen, seid stark und kurbelt die Binnenwirtschaft an! Voll auf die Zwölf sozusagen! Habt ihr schon konkrete Maßnahmen geplant?? Also Krise: Cancelled; 2012: Go to gate!

Wer die grandiose Mehrdeutigkeit in dem noch viel grandioseren Motto erkennt, für den notiere ich mir gern mental ein Plus.

PS: Das Bild spiegelt nicht meine bevorzugte Fluggesellschaft wider.

Lamp Designer – who’s ya daddy?

Thomas 6. Dezember 2011

Wenn man älter wird, wandeln sich auch die Interessen mit der Zeit – das geht wohl vielen so. Da ich ja eher ein häuslicher Mensch bin, war ich in der vergangenen Zeit auf der Suche nach eine schönen neuen Lampe, die gemütliches Licht macht und nicht nach Ikea aussieht. Es gibt schon tolle Lampen in tollen Lampengeschäften, aber irgendwie finde ich es derzeit noch arg befremdlich zwischen 400 und 1.000 EUR nur ausgeben zu müssen, um eine nicht ganz grauenhafte Zwischenlösung anschaffen zu können.

Zwar habe ich eine tolle Bodenlampe entdeckt und weiß nicht genau was diese kostet, aber da diese besagte Lampe nur im Lichteck in Wiesbaden (Taunusstraße!) zu erstehen ist, gehe ich davon aus, dass sie alles andere als günstig ist. Und allzu überzeugend war sie jetzt auch nicht, als dass man sie unbedingt hätte kaufen müssen und so wurde es zum running Gag, dass ich diese Lampe doch nachbauen könnte. Schließlich kann es ja nicht so kompliziert zu sein, nen Löffel an eine goldene Schüssel zu basteln und irgendwie ne Birne darin zum Leuchten zu bringen…

Als sich dann aber in Dresden meine Wege mit einer passenden Materialgrundlage für eine Kleinversion kreuzten, war Schluss mit Lustig! Zack! Einfach so! Und so wurde aus mir in kürzester Zeit eine Mischung aus Heimwerker und Lampendesigner.

Lamp Designer, who’s ya Daddy?

Man nehme an Material:

  • Starken Kleber, vorzugsweise Zwei-Komponenten-Kleber (ca. 10 EUR, OBI)
  • Schwarzes Isolierband (ca. 5 EUR für diverse Rollen, OBI)
  • Ein Netzteil in der gewünschten Stärke (in diesem Fall ein 3,5 Volt Netzteil für Weihnachtskrippen) (15 EUR, Bastlerquelle Stiefvater)
  • Eine passende 3,5 Volt Glühbirne samt Fassung mit angelötetem Kabel ( 1,70 EUR, Bastlerquelle Stiefvater)
  • Einen passenden Stecker für das Kabel und das Netzteil (0,70 EUR, Bastlerquelle Stiefvater)
  • Einen schwarzen wasserfesten Edding (hat man doch eh)
  • Einen glänzenden Löffel passend zur Größe der Schale (in diesem Fall ein Kaffeelöffel). Idealerweise sollte der Löffel versilbert oder verchromt sein. (Antiquariat oder alter Familienbestand)
  • Und natürlich nicht zu vergessen: Eine schwarze Metallschale, die im Innern vergoldet ist und eine leicht strukturiere Oberfläche aufweist (8,95 EUR, Feng-Shui-Haus Dresden)

Man nehme an Werkzeug:

  • Eine Werkbank samt Schraubstock
  • Eine Flex
  • Eine Bohrmaschine mit ca. 4-5 mm Stahlbohrkopf
  • Eine Metallfeile

Schritt 0

Sofern man, wie ich, ein weißes Kabel mit Fassung für die Glühbirne erstehen musste, sollte das Kabel zunächst mit dem Edding geschwärzt werden (Ergebnis siehe oben).

Schritt 1

Als nächstes den Löffel in den Schraubstock spannen und an der Stelle durchflexen, an der man ihn an der Innenseite der Schale befestigen will. Achtung: Genug Spielraum am Stiel des Löffels lassen, damit man ihn später noch zurechtbiegen kann, um den Löffel einerseits an der Wand der Schale zu befestigen, aber die Löffelfläche andererseits parallel zum Boden der Schale als Abdeckung für die Glühbirne nutzen kann!

Anschließend die Schnittstelle (hahaha) unbedingt mit der Metallfeile von scharfen Kanten befreien, da später das Kabel über den Löffel geführt wird und wir wollen ja nicht, dass es dadurch zu Schaden kommt, gelle?

Schritt 2

Die Schale vorsichtig, aber fest in den Schraubstock spannen und mit dem Bohrer ein Loch ca. 0,5-1 cm unterhalb des oberen Randes der Schale bohren. Und dabei natürlich nicht abrutschen und die Schale verkratzen…

Nach erfolgreicher und spaßiger Krach- und Funkensprüharbeit mit Flex und Bohrmaschine, den Löffel wie oben beschrieben zurechtbiegen und die Bohrung ordentlich abfeilen, sodass keine scharfen Kanten mehr vorhanden sind. Zusätzlich beim Biegen darauf achten, dass der untere Rand des Löffels möglichst leicht unterhalb der Ränder der Schale liegt. Ansonsten gibt es einen klaren Schein (also nicht golden) außerhalb der Lampe. Det is nüscht!

Schritt 3

War es bisher noch lustig, männlich und von Krach geprägt, wird es jetzt ein wenig fummeliger. Bis dato sind die Grundlagen gelegt. Die Detailarbeit kommt aber erst. Tricky wird es, wenn es darum geht den Draht mit der Birne samt Fassung unterhalb des Löffels zu fixieren. Mein erster Versuch sah vor, das Kabel mit Zwei-Komponenten-Kleber am Löffel mit einer Büroklammer zu fixieren. Davon rate ich ab. Gab ne Sauerei und die Büroklammer ist am Löffel mit festgeklebt.

Versuch zwei war zwar weniger elegant, dafür umso besser! Kabel auf den Löffel, mit Faden fixiert und anschließend schön mit Kleber beschmiert. Also Kabel, Faden und Hände – ohne Sauerei geht hier nix! Wichtig: Unbedingt dem Kleber ausreichend Zeit zum Eintrocken lassen. Spätere Änderungen sind schwer bis gar nicht zu machen. Weicheier können das Kabel natürlich auch mit Isolierband befestigen, aber das ist ja Kinderkram.

Schritt 4

Also wer es zuvor mit Isolierband gelöst haben sollte, der kann sich spätestens jetzt auf klebrige Hände, Werkbänke etc. einstellen. Nun zuerst das Kabel durch das Bohrloch in der Schale führen und anschließend große Fixierungszauberei bewirken. Vorsichtig den Kleber anrühren und auf der Rückseite des abgebogenen Löffels sowie auf der Innenseite der Schale auftragen. Möglichst nicht zu viel, sonst läuft der Kleber auch gern in der Schale herunter und das ist ja nix. Anschließend kräftig fixieren – die hier dargestellte Methode mit der Wäscheklammer funktioniert bestens! Vorausgesetzt man klebt sie nicht am Löffel oder der Schale fest…

Diesmal unbedingt den Kleber vollständig trocknen lassen, die der Löffel lediglich durch den Kleber an der Schale gehalten wird! Anschließend natürlich, falls noch nicht zuvor erledigt, mit einer Schere oder einem scharfen Messer die Überbleibsel des Fadens abschneiden. Sieht ja sonst ‘n bisschen ökig aus. Und das hier wird Design, Baby!

Schritt 5

Jetzt ist die schwierigste Arbeit bereits erledigt! Wer bis hierhin durchgehalten hat, kann sich schonmal auf die Schulter klopfen. Hab ich auch getan, wirkt Wunder! Nachdem wir im letzten Schritt zu Beginn das Kabel durch das Bohrloch nach außen gelegt haben, muss es jetzt natürlich ordentlich mit schwarzem Isolierband zu der Stelle geführt werden, an der das Kabel von der Lampe abgehen soll. Einfach und sauber – fast schon langweilig.

Schritt 6

Nun denn, als quasi letzter Bastelschritt, muss noch der Stecker an das Kabel gebracht werden. In meinem Fall musste dazu das Kabel getrennt, abisoliert und durch den Stecker gezogen werden. Am Stecker dann die Kontakte locker schrauben, die abisolierten Enden einklemmen und wieder festschrauben. Kablaam!

Schritt 7

Eigentlich war es das schon. Nun kann das gute Stück auch schon aufgestellt werden! Idealerweise baut man sich noch einen kleinen Aufsteller dazu. Prima eignet sich Modelliermasse oder Knete in der gewünschten Farbe – beispielsweise Schwarz (in meinem Fall Plastilin für 1,90 EUR von der Bastlerquelle Stiefvater in Wiesbaden). Und damit kann man auch toll Sauerei fabrizieren, auch wenn das schon eher kindliche Freude, als männliche Arbeit wie in den Schritten 1 und 2, ist.

Lampe platzieren, Stecker und Netzteil verbinden, Netzteil vorzugsweise mit Strom versorgen und wie Jürgen Klopp in einer wirklich grandios grauenhaften Werbung für ein spanisches Automobil sagt: Enjoy!

Zwar kleiner als das Original, dafür ein Materialaufwand von weniger als 50 Euro. Viel Spaß beim Nachbauen!


Sonne pur!

Thomas 4. September 2011

Es war mal wieder lange ruhig hier – zu Recht muss ich allerdings sagen. Schließlich ist mein Leben als engagierter Arbeitnehmer nicht mehr so unterhaltsam wie früher und zum anderen, noch viel wichtiger, habe ich die vergangenen zehn Tage in der Sonne des Südens verbracht. Natürlich in unserem lieblichen Dörfchen Beniarbeig!
Das Dörfchen hat uns sogar so fröhlich empfangen, dass eine komplette Woche lang Patronatsfest von Sankt Rochus war. Damit hatte man nachts (also ab zwei Uhr in der Früh) die Auswahl, ob man bei ca. 25°C Außentemperatur bei geschlossenen Fenstern erstickt, bei offenen Fenstern einen Hörsturz dank der Musik erleidet oder durch das Dauerrauschen der Klimaanlage unruhig schläft. Dafür gabs im Dorf viele kleine Stände mit reichlich Bier und eine kleine Stierkampfarena, in der die komplette Dorfjugend den Stier ärgern konnte. Seltsam, wenn sich kleine Kinder durch die Gitterstäbe zwengen, um in der Arena den Stier zu provozieren. Naja, “Kultur” eben.
Da das Fest ja eine komplette Woche ging und mit einem wirklich wunderschönen Feuerwerk beendet wurde, muss man sich nicht wundern, wenn auch Spanien bald pleite ist. Aber von der Dachterrasse aus war es wirklich nett zu beobachten und die Livemusik war meist auch ganz gut.
Ansonsten kann ich nur von lustigen, fast tödlichen, Aufenthalten auf dem Kurzplatz in Oliva berichten. Dort wäre ich fast von einem mindertalentierten Engländer und dessen Abschlag fast getroffen worden. Immerhin hatte er eine passende Ausrede für den spanischen August bereit: “Oh sorry, we couldn’t see the ball. The sun was shining.” Ja ne, hätt ich so auch nicht erwartet.
Dafür war es umso entspannter bei lauer Abendluft im T-Shirt am Yachthafen in einer gediegenen Cocktailbar mit Blick auf den Hafen zu sitzen und einen Caipirovska mit frischer Mango zu schlürfen. So lässt es sich durchaus aushalten.
Fazit: Ich will trotz Lärm und Engländern wieder nach Spanien. Nach dem Frühstück in den Pool zu springen ist schon deutlich reizvoller, als am Montag, um sechs Uhr in ein Taxi zu steigen…

Ein paar Bilder und ein neues Panorama habe ich hochgeladen. Diese findet ihr im Album Spanien.

Er hörte leise Schritte hinter sich…

Thomas 26. Juni 2011

Blindtext für ThG_cubo


Wird diese Tür die rettende sein…?


Dank an www.blindtextgenerator.de!
ThG cubo: ThG_cubo.ttf

Spanien – olé!

Thomas 12. Juni 2011

Schon wieder eine längere Beitragspause auf meinem Blog – ich weiß, es ist schändlich, was ich hier veranstalte…vielleicht ist mein Leben auch zu langweilig geworden?!
Ich hatte in der vergangenen Woche das große Vergnügen in Spanien sein zu können. Zuerst einige Tage in Cáceres – wer kennt es nicht. Eine wunderschöne kleine und verschlafene Stadt, knapp 300 km südwestlich von Madrid. Dort konnte ich Zeuge einer tollen, echt spanischen Hochzeit werden und kann seit dem keinen Schinken mehr sehen. Dort scheint es nichts weiter zu geben, außer Schinken und Eiern. Und natürlich Touri-Kneipen, die es schaffen einen Bacalau (Stockfisch) in einem Gemenge aus Eiern und irgendwelchen undefinierbaren (EHEC-) Sprossen so zu verstecken, dass man ihn nicht mal mehr herausschmeckt. Die Stadt an sich ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert – allein schon wegen des historischen Altstadtzentrums, in dem sich auch die Konkathedrale befindet, in der geheiratet wurde. Richtig heiter war allerdings bereits die Ankunft, bei der sämtliche Navis der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge es nicht geschafft haben uns in die Straße vor das Hotel zu lotsen. Wozu hat man einen angeborenen Orientierungssinn? So verweichlicht man(n) wenigstens nicht!
Weiter ging es im Anschluss daran wieder über die Autobahn (die absolut neu und unbenutzt sowie auch unbefahren und daher unnütz ist – danke hierfür an Deutschland für die horrenden EU-Beiträge für solch blühende Landschaften mitten im Nichts der Extremadura – zumal es ja auch eine Landstraße gibt, die parallel verläuft) nach Madrid. Mein persönliches Highlight: Die ach so geschäftstüchtigen Südländer, die einen von menschenleeren Restauranttischen verjagen, wenn man nur was zu trinken bestellen möchte. Es könnte ja immerhin gleich ein ganzer Bus voller rüstiger Rentner kommen, die was essen möchten…kam aber nicht. Das erinnert in etwa an die Zeit der ehemaligen DDR, wo ganze Restaurants leer waren und meine keinen Tisch bekommen hat, da ja alles (selbstverständlich) reserviert war.
Gleiches gilt für die Bedienung des potentiell kaufwilligen Touristen. Hier wird nicht gefragt, ob man irgendwie weiterhelfen kann, sondern man beobachtet den bösen Kunden einfach so lange, bis dieser von allein wieder den Laden verlässt. Kein Wunder, dass die bald alle pleite sind…
Ansonsten konnten wir Madrid leider nicht gerade beim besten Wetter genießen, haben aber doch eine ganze Menge gesehen. Die Markthalle San Miguel hat sich für den einen oder anderen leckeren Happen auf jeden Fall gelohnt und der Stadtpark “Buen Retiro” ist ebenfalls empfehlenswert! Als kleines militärisches Highlight gab es dann noch den Wachwechsel am Königspalast zu sehen – leider nur Pferde und keine Panzer…
Insgesamt ist Madrid natürlich auch ein Besuchs-Muss, aber ich muss sagen, dass mir das kleine und betuliche Cáceres doch deutlich besser gefallen hat.

Damit ihr euch von beiden Ausflügen selbst ein Bild machen könnt, habe ich einige Bilder in das Album Cáceres und Madrid hochgeladen. Auch im Album Panoramen finden sich zwei schöne neue Bilder!

Ski heil in Bottrop

Thomas 25. April 2011

Freunde, ich sag’s euch…dieses gemeine Hobby namens Arbeit verschlingt aber auch sowas von Zeit, das ist nicht feierlich. Nunja, es war eine viel zu lange Weile sehr ruhig um diesen Blog. Da ich aber auch anderes tue als arbeiten zu gehen, nämlich Urlaub mache, gibt es an dieser Stelle einen kleinen Bericht zu unserem Herren-Skiurlaub. Und der ging in das Mekka des Skisports – nach Gstan! Das kennt zwar kein Mensch, liegt aber gar nicht mal so schlecht zwischen Mayrhofen und Finkenberg mitten im Zillertal!
Erst waren wir skeptisch, ob das alles mit Skibus, Supermarkt und Appartement so klappt, aber siehe da: alles wunderbar! Wir sind zwar am Fahrplan des Skibus intellektuell gescheitert, hatten dafür aber einen privaten Skibus, der uns auf Bestellung abgeholt hat. Der Supermarkt war in Laufweite (vor allem für Tobi, damit er jeden Morgen schön frisches Baguette holen konnte) und das Appartement hatte sogar ein architektonisches Highlight parat. Tim und ich konnten aus unserem Elternschlafzimmer prima durch eine verglaste Balkontür samt passendem Fenster zu Philipp und Tobi ins Wohnzimmer gucken. Wenn die gestört haben, dann wurde eben mal der Vorhang vors Fenster gezogen – naja, man hätte eine Terrasse sicher sinnvoller als Wohnraum nutzen können. An sich wars aber wirklich purer Luxus, wenn man es mit unserem sonst üblichen französischem Standard vergleicht…
Und jetzt die Gretchenfrage: Schnee ja oder nein? Die Antwort lautet glasklar JEIN! Morgens steinhart, aber gut präpariert, teilweise sogar mit offenen Talabfahrten. Ab ca. 13 Uhr (14 Uhr auf dem Gletscher) dann K(r)ampf auf tauendem Frappucino. So in etwa lässt sich die Konsistenz beschreiben. Hinzu kommt noch der Hitzeschock, wenn man nach einem schönen Skitag samt Hütteneinkehr wieder ins Tal kommt und man schwupps zwei kleine Saunen in Form von Skischuhen an den Beinen hat. Bei ca. 17-20°C eher bedingt gut – vor allem, wenn man die Schuhe wieder auszieht!
Alles in allem wars schon a feine Gaudi! Die Stimmung war rundherum gut und wir konnten rechtzeitig vor den einfallenden Engländern zum Snowbombing in Mayrhofen flüchten!

Das abschließende Highlight des Urlaubs war die Besichtigung der Erlebnissennerei Mayrhofen am Abfahrtstag. Da kommt der Käse noch aus der Kuh! Kleine Audioguide-Führung mit anschließende Verkostung von Käse aus Milch aus Kühen, die quasi ganzjährig oberhalb der 2000m Marke grasen und gefühlte 20.000 Millionen gesunde Gebirgskräuter am Tag mampfen!
Abgerundet wurde die Heimfahrt im Bus diesmal nicht von saufenden Teenies, sondern von saufenden Mittvierzigern und deren verzweifelt mit saufenden primitiven Frauen! Allesamt aus Bottrop! Kein Wunder, dass Warner Brother’s Movie World zugemacht hat. War zu anspruchsvoll für die Herrschaften…naja, wir sind angekommen.

Impressionen des Urlaubs gibts im Album Skiurlaub Gstan.

Ich verbleibe mit einem lauten: Suuuuper Bottrop!

Font Forest

Thomas 27. Februar 2011

Beinahe wäre der Februar doch glatt ohne einen Blogbeitrag ausgegangen. Da das natürlich ein absolutes Unding wäre, habe ich noch schnell etwas mehr oder minder kreatives gezaubert, um es Euch hier kundzutun. Falls Ihr Euch noch dunkel erinnert, habe ich in einem der vorigen Beiträge meine Schriftart ThG cubo angepriesen. Da ich bis dato noch keine sinnvolle Verwendung dafür hatte, hab ich mir gedacht, dass ich diesen Missstand korrigiere. Zwar nicht durch eine sinnvolle, dafür aber durch eine halbwegs kunstvolle Anwendung! Ich habe gerade den ersten Prototyp von Font Forest fertiggestellt, der als kleine Spielwiese und Experimentierfeld für ThG cubo dient. Dabei könnt Ihr Bäume aus jeweils einem Buchstaben des Fonts wachsen lassen. Das geht ganz einfach und die Bäume müssen nichtmal gegossen werden: Einfach Font Forest starten und irgendwo in die FlashApp klicken. Das kann auf langsameren Rechnern mit wenig Speicher auch zu Wartezeiten führen – je nach Anzahl der Äste des Baums. Viel Spaß damit und frohes Gärtner-Spielen!

2011: Menschen bewegen, Neues beginnen

Thomas 9. Januar 2011

So, nun ist es soweit: Das Jahr 2011 ist in vollem Gange und ich habe es geschafft, mir bis dato noch keine Gedanken über ein neues Jahresmotto zu machen. Schäm on mi. Da meine Vergesslichkeit langsam überhand zu nehmen scheint, musste ich mir erst kompetente Hilfe vom Meister des Sarkasmus aus Shanghai holen, um zu einem neuen Jahresmotto zu kommen.
Da das Jahr 2011 uns alle schon bewegt hat (unter anderem mich ins Büro) und noch mehr bewegen wird – wer weiß, was aus unseren Schwätzmeistern Guido W. und Horst S. im Laufe des Jahres noch so wird – und wer weiß, wie oft ich mich auf den Golfplatz werde bewegen können und wie konstant sich dann mein Schläger durch die Luft bewegen wird…es sind gerade diese entscheidenden Fragen des Lebens, die es zu beantworten gilt.
Vielleicht beginnt man ja auch etwas ganz grundlegend Neues? Was das so sein könnte, könnt ihr mir gern in den Kommentaren anempfehlen, wie der Hausjurist meines Arbeitgebers immer so schön sagt. Was möchtet ihr denn so beginnen und wen wollt ihr bewegen?

Naja, ich bewege mich jetzt gleich aus dem Haus, um mein Auto mit einigen Litern Superbenzin zu beglücken…

ThG cubo

Thomas 19. Dezember 2010

Ho ho ho, draußen aus dem FontLab komm ich her und ich muss euch sagen, es quadratet sehr! Während in der Schnee reichlich und leise rieselt, habe ich mich endlich mal an meinen lange gehegten Wunsch der Erstellung einer eigenen Schriftart gewagt. Nach gefühlten Jahren der Buchstabenscribblerei, ist es nun endlich soweit. Es ist natürlich alles sehr rudimentär, da ich vom professionellen Font-Design noch Meilen entfernt bin. Feste Laufweite, noch nicht komplett, keine Ligaturen. Mein mir selbst gemachtes persönliches Weihnachtsgeschenkt heißt ThG cubo und ist quadratisch, praktisch, fein (gut war leider schon besetzt). Leider ist sie, wie bereits erwähnt, noch nicht ganz fertig. Bisher gibt es nur alle Großbuchstaben, die Zahlen 0-9 und ein paar Klammern (ob ich die als runde oder eckige nehme, weiß ich noch nicht – gibt es überhaupt runde Klammern in einer sozusagen eckigen Schrift??) Mit den fehlenden Zeichen sollte es mir zwischen den Jahren in den Essens-Pausen nicht langweilig werden. Und falls die Schrift irgendwann fertig werden sollte, wird sie sicherlich abertausende Preise abräumen – sollte dieser höchstwahrscheinliche Fall nicht eintreten, werde ich Sie auch gern hier online stellen.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein frohes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Griaßt’ Euch!

Thomas 12. Oktober 2010

Das war er nun, der letzte Urlaub des Jahres. Sehr wehmütig blicke ich auf das Ende einer traumhaften Woche im Stubaital zurück. Aber fangen wir am Anfang an: Das Hotel (Stubaier Hof in Neustift) war einfach nur spitzenklasse, insbesonders, wenn man das Preis/Leistungs-Verhältniß berücksichtigt. Frühstücksbuffet, Kuchen-/Tortenbuffet und Füng-Gänge-Menü am Abend. Einmal samt Gruß aus der Küche ein Galadiner mit sieben Gängen. Highlight war definitiv jedesmal der Nachtisch, der nur noch vom Dessertbuffet am letzten Abend übertroffen wurde! Und erstaunlicherweise habe ich nicht zugenommen…aber leider auch nicht abgenommen. Naja, dafür habe ich jetzt wunderbare neue Wanderschuhe, die angeblich auch von Bergrettungsassitenten getragen werden. Vom Feeling her definitiv ein gutes Gefühl! Diese Anschaffung war nötig, da sich meine guten alten Timberland Wanderschuhe direkt am ersten Wandertag auf dem Weg zur Brandstatt-Alm aufgelöst und mit jedem Schritt etwas mehr an Schuhsohle eingebüßt haben.
Somit konnte dann bei Kaiser- (und Sissi-) Wetter mit vollem Elan gewandert werden. Schönste Tour der Woche war der Weg vom Kanonensepp über die Oberissalm zur Alpein Alm und weiter zur Franz Senn Hütte (die leider schon zu hatte). Auf dem Weg ins Tal dann noch ein gemütlicher Stop bei Frittatensuppe auf der Alpein Alm. Ein Traum! Nur ein Tag trübes Grau hatten wir und diesen haben wir (für fünf Euro fragwürdige Europabrückenmaut und 1,20 € die halbe Stunde Parken) in Innsbruck verbracht. Ob es sich gelohnt hat? Schwer zu sagen, wenn die halbe Stadt einer Baustelle gleich. Schön ist doch irgendwie anders.
Nach der harten und schweißtreibenden Wanderei war natürlich regelmäßig Wellness im nigelnagelneuen Wohlfühlbereich angesagt: Wahlweise Dampfbad, Sauna, Biosauna, Kneippbecken oder Schwimmen (auch wenn das Schwimmbad am späteren Nachmittag immer von kleinen Terrorkindern heimgesucht wurde). Wahlweise war auch windgeschütztes Dösen bei ca. 22 Grad in der Sonne möglich. Schlimmes Schicksal…isch sach et Eusch…nach den ersten Tagen hatt ich sowas von Füße und Rücken! Aber man gewöhnt sich doch recht schnell daran solange der Ausgleich stimmt: Z.B. Der grandiose Ausblick vom Panoramasee auf gefühlten 20.000m Höhe. Da das alles so unglaublich toll war, habe ich natürlich auch Fotos online gestellt. Zu sehen gibt’s die im Album Stubaital! Pfiat’ Euch!

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